Zauber der Tapeten

„TapetenZwickel“, 2010-2011
Nr. 1 (gestrickt), 2010-2011
TapetenZwickel 1

Merinowolle, Garn und Draht, l 3,30 m x b 0,65 m
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Textil- und Ledertechnik (Dipl.-Ing. Petra Bleisch und Dipl.-Designerin (FH) Gisela Mertinat) der Westsächsischen Hochschule Zwickau
Nr. 2 (gehäkelt), 2011
TapetenZwickel 4

Wolle und Draht, l 3,30 m x b 0,65 m
In Zusammenarbeit mit Selina Richter (rabenbuntkunterschwarz@web.de)


TapetenZwickel 3 TapetenZwickel 5 Papiertapeten sind eine Behausung, ein Überzug für die Wand. Sie schützen, bedecken und spenden Wärme. Diese Gedanken habe ich in der künstlerischen Arbeit „TapetenZwickel“ aufgegriffen und in Bezug zur Strumpfhose gesetzt. Das „Beinkleid“ versteckt nämlich ebenso gewisse Unebenheiten, kaschiert, schmückt und dient als wärmendes Objekt für den Menschen.

Spielerisch, auch ironisch möchte ich mit der überdimensionalen Strumpfhosengröße auf mein Projekt „ Die Wand braucht ein Kleid!“ oder auf das künstlerische Projekt bezogen „Das Bein braucht ein Kleid!“ aufmerksam machen.

Bewusst habe ich mich besonders für das Tapetenmuster als ein Erinnerungsstück entschieden. Während meiner Recherchearbeit in der BTS Brandenburger Tapeten Schwedt GmbH habe ich den Originalrapport von 1976 zu der gefundenen Tapete im Haus am Graben 41 in Weimar 2003 entdeckt.

Wie bei der künstlerischen Arbeit „TapetenStrick“ von 2009 habe ich mich für das Material Wolle entschieden, nicht nur um auf die textilen Vorläufer unserer heutigen Tapete und andere Kostbarkeiten, die einmal Wände verkleidet haben, Bezug zu nehmen, wie beispielsweise textile Bespannungen und Teppiche. Außerdem wollte ich in diesem Kontext auf das in Thüringen und in Sachsen traditionelle Strickereihandwerk eingehen. Speziell möchte ich auf die im Erzgebirge und Chemnitzer Umland traditionelle Fertigung von „Strumpfhosen“ und „Strümpfen“ Bezug nehmen. Nach einer Vielzahl von Absagen, zwecks der Umsetzung des Kunstobjektes bei diversen Strumpfhosenherstellern in Deutschland entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Textil- und Ledertechnik der Westsächsischen Hochschule Zwickau per Computer das maschinell hergestellte Strickobjekt „TapetenZwickel Nr.1“. Um auf die Vorläufer der Industrialisierung anzuspielen, entstand neben dem maschinell hergestellten Strickobjekt „TapetenZwickel Nr.1“ ein weiteres per Hand gehäkeltes Objekt „TapetenZwickel Nr.2“.


TapetenZwickel 6   TapetenZwickel 7   TapetenZwickel 8   TapetenZwickel 9   TapetenZwickel 10

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